Italienische Träume: Roadtrip durch die Marken
Le Marche – Es gibt 2 Möglichkeiten: Entweder du liebst die Marken oder sie sind dir weitgehend unbekannt. Und genau das solltest du ändern!
Begleite uns auf unseren 12-tägigen Roadtrip durch die Marken und lass dich von der Schönheit Italiens verzaubern!
Entdecke die verborgenen Schätze der Marken mit unserem unvergesslichen Roadtrip! Von malerischen Küstenstädten über beeindruckende Berglandschaften bis hin zu charmanten Dörfern voller Geschichte – erlebe die Vielfalt dieser italienischen Region. Lass dich von Insider-Tipps, atemberaubenden Bildern und kulinarischen Highlights inspirieren und plane dein eigenes Abenteuer in den Marken.

- Tag 1 – Anreise nach Fano
- Tag 2 – Fano – Altstadt
- Tag 3 – Roadtrip auf der Panoramastraße
- Tag 4 – Roadtrip Marken – Urbino
- Tag 5 – Roadtrip zur Grotte von Frassisi
- Tag 6 – Roadtrip in die Berge der Marken
- Tag 7 – Roadtrip nach San Benedetto del Tronto
- Tag 8 – chillen am Strand von SBT
- Tag 9 – Roadtrip zum Wein
- Tag 10 – Roadtrip von den Marken nach auf nach San Marino
- Tag 11 – von San Marion zur Friedburg
- Tag 12 – Heimreise
- Unser Fazit
Tag 1 – Anreise nach Fano
Die Vorfreude auf die Marken ist groß, das Auto ist gepackt und morgens um kurz vor 4 Uhr geht es dann endlich los.
Mal schauen was uns auf dem Brenner erwartet, bis Ende 2025 ist dort eine Großbaustelle, eine alte Brücke muss erneuert werden.
Google sagt knapp 1000km, in 9 Stunden – so sollten 10 Stunden machbar sein.
Zu früh gefreut, die Fahrt in die Marken dauerte über 12 Stunden haben wir es dann geschafft, und das Meer ist in Sicht.
In Fano angekommen geht es an den Strand – ausruhen nach der Fahrt. An der Beachbar gab es noch einen leckeren Aperitivo, dazu wie fast immer in Italien, ein paar Häppchen, dann fertigmachen für den Abend und dann ab zum Essen. Das muss heute schnell gehen.

Wie war das mit diesen Restaurant der Fischereigenossenschaft? Soll gut sein, zumindest interessant. Ein Fisch-Schnellrestaurant mit 700 Sitzplätzen – wir sind gespannt.
So standen wir dann davor und wussten nicht weiter. Zum Glück haben uns zwei Italiener weitergeholfen, sonst wären wir verratz gewesen.
Und es war so einfach, Tablett nehmen, von jedem Gericht eines wegnehmen, bezahlen und Wasser im Wein holen.

Für 16,50€ bekommst du 2 Antipast, 1 Primo, 2 Secondi und eine Beilage, dazu gibt es kostenlos Wasser und Wein vom Fass. Da das Menü täglich wechselt, schau am besten direkt Pesceazzurro nach.
Im Anschluß ging es vor lauter Neugier noch weiter, denn wo laufen eigentlich diese vielen Menschen hin?
Neugier sticht Müdigkeit.
So schließen wir uns einfach einmal mit der Menge an.
Und siehe da, am Hafen und dem Leuchtturm vorbei, kam Promenade Nr. 2.
Ein Restaurant nach dem anderen, dazwischen ein kleiner Kunsthandwerkermarkt und die halbe Stadt scheint hier unterwegs zu sein.
Außerdem kann man hier auf die Teller der Restaurantgäste spitzen, und dann war es klar wo wir den morgigen Abend verbringen.

Tag 2 – Fano – Altstadt
Heute morgen ist die Altstadt von Fano dran. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, ist ein Juwel – und Augustus hat dazu beigetragen. Danke lieber Augustus, das hast du vor über 2000 Jahren gut gemacht.
Der Agustusbogen – eines der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten, begrüßt die Besucher, Augustus, vielmehr seine Statue, steht in unmittelbarer Nähre, Teile der alten Stadtmauern, der Augustinischen Mauer, prägen das Stadtbild.
Auch die Loggia, di San Michele, in dem inzwischen ein Teil der Universität Urbino untergebracht ist, schließt sich unmittelbar an.

Nächster Stop – die Katherale , auch diese kann sich sehen lassen.
Besonders beeidruckt hat uns die Kirche ohne Dach, die Chiesa San Francesco, wo das abgeblieben ist, habe ich keine Ahnung. Egal, jetzt ist sie bestuhlt und wird als Veranstaltungsort benützt.

Weiter vorbei an der alten Markthalle mit seinen Geschäften, die wenn man rechtzeitig vor Ort ist, zum Bummeln einladen geht es weiter zu dem Herzen der Stadt, den Piazza XX Settembre.
Hier steht die barocke Fontana della Fortuna, die sich gerade leider einer Schönheitskur unterzieht.
Der Palazzo della Ragione bzw. Palazzo del Podestà beherbergt das ehrwürdige Teatro della Fortuna mit einem Glockenturm. Vielleicht gibt es um 12:00Uhr ein Glockenspiel, so unsere Hoffnung. Was hören wir? Keine Glocken sondern Sirenen, nah, ist ja fast das Gleiche.
Am Rückweg zum Strand entdecken wir noch den Palazzo Malatestiano, in welcher auch das Museo Civico untergebracht ist.

Dann wieder chillen am Strand, Beachbar und füttern. Und den leckeren Cafe La Moretta probieren, eine Spezialität aus Espresso, Rum und Anisschnaps, sehr interessant und lecker!

Tag 3 – Roadtrip auf der Panoramastraße
Auf zur Panoramastraße zwischen Pesaro und Gabbicce Mare!

Die Strada Panoramica ist nicht nur bei Autofahrern, sondern auch bei Radfahrern sehr beliebt – eine wenig befahrene Straße in den Hügeln der Maken mit tollen Ausblick auf das Meer. Dazwischen gibt es eine paar alte und schmucke Städtchen die zum Verweilen einladen.
Gabbice Monte bietet sich für eine Päuschen an, den tollen Blick bis Rimini sollte man sich nicht entgehen lassen.

Am Rückweg haben wir noch eine riesige Burg die über allen empor ragt, entdeckt.
Wie sich rausstellt, ist Gradara ist nicht nur eine mächtige Festung, sondern gehört auch noch zu den schönsten Dörfern Italiens.

Jetzt haben wir uns den Strand auf jeden fall wieder verdient!
Tag 4 – Roadtrip Marken – Urbino
Unser heutiges „Endziel“ ist die bekannte UNESCO-Stadt Urbino.
Aber können wir einfach so ein Ziel erreichen? Nö, zu langwweilig.
Das erste Ziel war die beindruckende Schlucht am Ferlo Pass. Auch hier war Augustus schneller als wir. Er hatte schon vor 2000 Jahren neben dieser Schlucht einen Weg bauen lassen und auch einen Durchgang. Die Menschen waren wirklich kleiner als heute, das merkten wir deutlich, als wir duschgekrabbelt sind.

Kurvenreich und mit vielen Eindrücken von Natur, Städtchen und ah und ohs steuerten wir dann Urbinia an; ein kleines Städtchen bei Urbino. Es war Zeit für unseren Cafe, und dann ging es schon wieder weiter nach Urbino.

Die letzten Kilometer vor Urbino waren puh, zumindest für mich. solangsam machen mir die vielen Kurven heute zu schaffen. Bin ich froh wenn wir endlich anommen.
In Urbino übernachten wir in der Nähe des Doms und können vom da aus die Stadt erkunden.

Tag 5 – Roadtrip zur Grotte von Frassisi
Und täglich grüßt das Murlmeltier,
Auch heute schaffen wir es nciht, direkt in die Grotten von Frassisi zu fahren.
Es gibt einfach zu viele Bergdörfer aus dem Mittelalter in den Marken. 2 sind doch noch in Ordnung?

Am Nachmittag zur größten Hitze war die Grotte, in die der Mailländer Dom reinpasst, eine willkommene Abwechslung.

Nachdem heute wieder ein „heute sind wir wieder obdachlos“-Tag war, konnten wir die „Rennstrecke“ in den Marken noch erleben einem wunderschönen See vorbei fahren und sind dann in dem Wallfahrtsort Tolentino untergekommen.

Tag 6 – Roadtrip in die Berge der Marken
Juju, wir kommen den Bergen näher.
Nur noch zwei, drei oder vielleicht doch vier Orte von meiner Liste mit den schönsten Orten in Italien. Ich kann es einfach nicht lassen.
Allerding hat das Erdbeben im Jahr 2016 ganze Arbeit geleistet. Neben sehr vielen Gebäuden haben auch viele Menschen ihr Leben lassen müssen und so ist manche Innenstadt nur noch eine Geisterstadt, bzw. Baustelle.
Camerino, eine der ältesten Universitäten der Welt, Vosso – der Eingang ins den Nationalpark nur als Beispiele.

Dafür entschädigt der Nationalpark Sibilini. Wir fahren durch ein weites Tal, dass sich zwischen den hohen Bergen durchschängelt. Dann geht es die Berge hoch bis wir auf eine faszinierende Hochebene kommen. Alles voller Felder und Wiesen auf dem im Sommer viele Blüten von gelb über rot und blau leuchten.
Am Wegesrand verkaufen die hiesigen Bauern ihre Erzeugnisse, zwischendrin kann man sich an den Quellen Wasser holen oder an der ein oder anderen Hütte oder Imbiß eine Stärkung holen.
Hier legen wir auch einen Stopp ein, denn die Hochebene besticht mit ihrer Weite und den Ausblick in die Bergwelt.

Weiter geht es, bergauf bergab schlängelt sich die kleine Straße durch die Bergwelt bis wir in Montemonaco landen und uns entschließen, hier zu übernachten. Mit Blick auf die Berge auf 1000m Höhe und viel Ruhe.
Nicht weit entfernt von Montemonaco ist das Städtchen Amandola, wieder eines von meiner Liste.
Das am Berg hängende Amandola empfängt uns leider mit Baustellen, hier ist die Altstadt immer noch nicht bewohnbar, es wirkt alles beklemmend.
Zum Glück ist der Platz zwischen dem Tor und einer Kirche, an dem sich alle unter den Arcaden treffen, wieder hergestellt.
Wir sitzen zwischen jung und alt und sehen uns das bunte Treiben an.

Zurück in Montemonaco geht es zum Essen und Abendspaziergang.

Tag 7 – Roadtrip nach San Benedetto del Tronto
In den Bergen aufwachen heißt einen traumhaften Sonnenaufgang erleben, da könnte ich mich daran gewöhnen.

Wir brauchen nach der Kurverei und den vielen Eindrücken in den letzten Tagen mal etwas Langeweile. Aber nur etwas.
Auf dem Weg nach San Benedetto haben wir verzweifelt versucht, auf einen der schönsten Marktplatze Mittelitaliens einen Cafe zu ergattern. Ascoli Piceno ist doch größer als gedacht. Pustekuchen – wenn in Italien Wochenmarkt ist, hat man keine Chance auf einen Parkplatz, leider.
Dann geht es einfach gleich an den Strand.

Am Abend konnten wir auch eine chaotische, aber liebevolle Neueröffnung einer Pizzeria miterleben, jeder kennt sich, jeder drückt sich, nur wir sitzen da wie bestellt und nicht abgeholt.Dafür gab es für alle einen Prosecco und Dolce als „Offerte“.

Was wäre denn ein Wochenende ohne Feuerwerk? Wie in Italien üblich gibt es ein Feuerwerk am Strand. Hier findet es am Samstag statt. Und nicht nur eines, das zweite konnten wir von unseren Balkon aus beobachten und auf der anderen Seite war eine Art Volksfest.
Tag 8 – chillen am Strand von SBT
Am nächsten Tag ging es nach einem leckeren Frühstück heute zum in aller Früh an den Strand, sonnen, baden, nix tun und Menschen beobachten.

Uns warum war es gestern Abend so bunt und laut?
Der Lunapark, eine Art Minifreizeitpark für Kinder, geöffnet ab 20:00Uhr, und das unter der Woche. Deshalb war es so kunterbunt.
Die Party steigt natürlich auch am Strand. Im 45.com trifft sich die Jugend um abzufeiern.

Tag 9 – Roadtrip zum Wein
Asoli Piceno die Zweite, denn diese Stadt muss ich sehen.
Über Grottamare ging es zuerst nach Ripatransone dann weiter nach Offida. Hier finden wir einen wunderschönen Platz und Stadtmauer vor. Dann wurden wir von einem Italiener in die Kirche beordert. Dort befindet sich ihr ganzer Stolz, eine Grotte und eine skurrile Weihnachtskrippe.

Offida ist auch für seine Weine bekannt. Wir haben noch Platz im Kofferraum.
Einen Tipp für ein Weingut stammt von dem Hotel aus Montemonaco. Er hat uns zwar aufgeschrieben wie das Weingut heißt, nur google findet es so nicht. Naja, da ist doch eines mit ähnlichen Namen. Nehmen wir das mal. Und es war das falsche. Also kaufen wir da Wein und bekommen auch die Adresse vom richtigen Weingut. genau gegenüber auf den anderen Hügel. So machen wir den Kofferraum voll und können uns zu Hause noch freuen.
Angekommen in Ascoli Piceno bei geschlagenen 37 Grad, machen wir uns auf in die Stadt. Zum Glück haben wir gleich in der Nähe des Zentrum einen Parkplatz ergattert.

Auch hier finden wir noch viele Baustellen vor, aber der schöne Marktplatz entschädigt uns dafür.
Am Rückweg kam wieder einmal unsere Neugier durch und wir konnten Monteprandone nicht widerstehen, die Stadt in den Hügeln lacht uns auch jeden Tag an. Jetzt wissen wir welche Stadt auf dem Berg thront.

Tag 10 – Roadtrip von den Marken nach auf nach San Marino
Heute geht es schon Wieder in Richtung Norden. Wobei, will SBT überhaupt dass wir gehen? Ich glaub nein, denn heute mogen gab es einen Stromausfall im ganzen Stadtviertel, der einwenig länger andauerte. Also ist Warten angesagt. Und unser Zimmer ist im 6.Stock, sollen wir die Koffer da runtertragen?
Irgendwann haben wir es dann doch geschaft, in Richtung San Marineo zu starten. Und es fängt doch tatsächlich das Regnen an. Sehr Schade, denn wir wollten zum schönsten Küstenabschnitts der Marken, die Riviera del Conero. Hier soll es kleine buchten welche nur per Boot erreichbar sind, geben.

Nach der ersten Erkundungstour in San Marino folgte auch noch die Nachttour. Und San Mariono muss man in der Nacht erleben. Ein wahninniger Sonnenuntergang, menschenleer und romantisch beleuchtet, Auch von unserem Zimmer aus haben wir eine traumhafte Aussicht!

Tag 11 – von San Marion zur Friedburg
Heute Morgen gehts es noch einmal durch die Altstadt, der Citta. Können wir hier noch etwas gebrauchen? San Marino ist ja fürs Shoppen bekannt.

Alles erledigt und es kann weiter gehen – nach Südtirol. Hier haben wir unsere letzten Stopp in der Friedburg bei Klausen eingeplant.
Tag 12 – Heimreise
Nach der üblen Anreise haben wir keine Lust wieder so lange im Stau zu stehen, also dann lieber in der Früh raus und den Brenner hinter sich lassen.
Ciao Italia – heim geht es.

Unser Fazit
Ein Roadtrip durch Italien ist immer wunderschön. Und ein Roadtrip durch die Marken einzigartig!
Die weitgehend unbekannten Marken in Mittelitalien sind vom Massentourismus weitgehend verschont geblieben und gelten immer noch als Geheimtipp. Selbst im Hochsommer wenn alle Italiener sich zum Strand begeben, hat man hier noch Chancen etwas zu ergattern.
Die Marken bieten für jeden etwas:
Teilweise flachabfallende Sand- und Kiesstrände, Steilhänge, traumhaftes und sauberes Meer, Berge und Hügellandschaften und natürlich viele alte Städte. Und natürlich leckeres Essen und Wein!
Auch preislich sind die Marken im Vergleich zu vielen bekannten Gegenden günstig – gerade im Juni. Was will man mehr?




