Ein Wochenende in Lothringen – unsere Route, Tipps, Kosten & Erfahrungen
Pfingsten,Wein, Prunk und goldene Tore – ein Wochenende durch Lothringen
Eigentlich war es nur ein paar Tage in Lothringen.. Vier Tage, spontan geplant, mit dem Auto, einfach ein Roadtrip durch Frankreich. Kein großes Abenteuer, dachten wir. Und dann standen wir auf dem Place Stanislas in Nancy – und wusste, diese Stadt lässt einen nicht mehr los.
Lothringen – für viele nur eine Region auf dem Weg in den Süden. Für uns eine echte Entdeckung.
Unsere Route durch Lothringen auf einen Blick
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Tag 1 |
Anreise Pfalz – 1 Nacht im Weingut Schäfer, Göcklingen |
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Tag 2 |
Wissembourg → Bitche → Saargebourg → Nancy |
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Tag 3 |
Nancy → Liverdun → Pont-à-Mousson → Metz |
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Tag 4 |
Metz → Saargemünd → Heimreise |
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Gesamt |
ca. 600 km, kaum Autobahn, entspannt fahrbar |
Tag 1 – Anreise mit Überraschung: Weingut Schäfer in Göcklingen
Nach der Arbeit direkt los – Ziel die Pfalz, damit wir am nächsten Morgen früh starten können.
Erst ein Abendessen in Landau – eine Stadt die uns überraschte. Ruhig, fast menschenleer, mit imposanten alten Gebäuden im warmen Abendlicht. Das schönste Restaurant hatte keine freien Tische, also Pizza nebenan. Manchmal ist es eben so.

Das Weingut Schäfer in Göcklingen entpuppte sich als echter Geheimtipp: eine alte Scheune liebevoll zu Ferienzimmern ausgebaut, und unten eine ebenso simple wie charmante Regelung – Wein einfach nehmen und auf die Liste eintragen. Der Regent trocken war der perfekte Abschluss eines langen Tages.
Der Weg zum Parkplatz des Weinguts war ein kleines Abenteuer für sich: durch die Weinberge, über einen Schotterweg, zum Hintereingang. Sind wir hier wirklich richtig? Ja – und es war genau richtig.
💡 Tipp
Das Weingut Schäfer in Göcklingen ist perfekt als erste Übernachtung vor einem Lothringen-Trip. Günstiger als ein Hotelzimmer, deutlich atmosphärischer.
Tag 2 – Wissembourg, Vogesen und der erste Blick auf Nancy
Frühstück mit selbstgebackenen Brötchen, eigenem Traubensaft und Hausmacherwurst – dann vorbei am Deutschen Tor raus aus der Pfalz und rein nach Frankreich.
Wissembourg – und wie uns das Elsaß überrascht hat
Fachwerkhäuser, blumengeschmückte Fassaden, ein idyllisches Flüsschen das sich durchs Städtchen schlängelt – fast wie Colmar, aber ohne die Busladungen an Touristen. Auf dem Wochenmarkt vor dem Rathaus werden lokale Spezialitäten verkauft, entspannter Trubel, und es sind auffallend viele deutsche Besucher hier– fast die einzigen auf dieser ganzen Reise.

Bitche und Saargebourg blieben nur kurze Blicke – zu warm, zu wenig Zeit. Beide kamen sofort auf unsere Bucket List. Durch die nördlichen Vogesen – wunderschön bewaldet und kurvenreich – ging es ins flache Lothringen. Je näher wir Nancy kamen, desto gerader die Straßen, desto weiter die Felder.
💡 Tipp
Baguette mit Salami aus dem Supermarché – kein Highlight, aber als Mittagslösung im Nirgendwo völlig ausreichend. Es ist eben nicht Italien.

Nancy – der erste Abend der uns sprachlos macht
Schon beim Einfahren dieser Anblick , die Kirche gegenüber dem Bahnhof und ein Tor das an den Triumphbogen erinnert. Wir haben noch gar nichts gesehen – und sind schon begeistert.
Der Abend auf dem Place Stanislas bleibt unvergesslich. Du Betritts ihn durch eines der 4 goldenen Tore und kommst auf einen Platz der einem den Atem verschlägt – im warmen Abendlicht, umgeben von barocken Prachtbauten. Kein Wunder dass Nancy als kleines Paris beworben wird.
Und dann noch dieser Zufall – das 24h Stan – ein Studentenrennen mit selbstgebauten, motorlosen Fahrzeugen, 24 Stunden lang, ein Seifenkistenrennen bei 26 Grad Hitze. Respekt.
Zum Abendessen waren wir in einem der Restaurants der Rue Stanislas – und das Tatar und Quiche Lorraine rundet den Abend ab. Dazu ein lokaler Rosé. Nicht ganz günstig – Frankreich eben. Aber sehr köstlich.
Tag 3 – Nancy am Morgen & der Mosel entlang nach Metz
Nancy – früh am Morgen, die beste Zeit
Das frühe Aufstehen lohnte sich. Eine leere Stadt am Morgen, angenehm kühl, fast kein Mensch unterwegs. Ein Café, ein Croissant, einfach sitzen und schauen. Nur das 24h-Rennen lief noch – der ein oder andere Teilnehmer wirkte nicht mehr ganz frisch – kein Wunder bei den vielen Bierfässern die hier umher standen.

➡️ Nancy Städtetrip
➡️ Nancy Sehenswürdigkeiten
Weiter nach Liverdun und Pont-à-Mousson
Erster geplanter Stopp Liverdun – aber muss gerade an dem Wochenende ein bekannter und beliebter Mittelaltermarkt stattfinden? Gesperrte Durchfahrt, kein Parkplatz. Der Blick auf die Mosel von oben war atemberaubend. Liverdun kommt auf die Liste, unbedingt.

In Pont-à-Mousson war dann noch ein Straßenflohmarkt, voll, kein Parkplatz. Einen Blick auf das Aquädukt, dann noch einen Kaffee im nächsten Dorf und weiter.
Metz – eine Stadt die man besuchen sollte
Metz ist anders als Nancy. Sehr anders. Nancy ist Prunk und Leichtigkeit – Metz ist ruhig, still, zumindest an einem Sonntag. Die Kathedrale überragt alles, die Markthalle ist leider geschlossen. In den Gassen unterhalb und am Place Saint-Louis etwas Trubel – aber nur etwas.
Was Metz hat sind viele Details. Überall. Street Art in Hinterhöfen, Uhren an jeder Ecke, eine Gasse mit einem Drachen und buntem Pflaster, eine Vespa im Schaufenster. Metz will entdeckt werden, nicht konsumiert.
Das Abendessen war ein Erlebnis – Flammkuchen in einem alternativen Biergarten direkt an den alten Kühlhäusern – angenehm kühl, leicht chaotisch, irgendwie genau richtig. Die Verständigung war eine Herausforderung: wir kein Französisch, das Englisch der Lothringer ausreichend um nicht zu verhungern. Hat gereicht.
Tag 4 – Metz am Morgen, dann heimwärts
Morgens gehört Metz uns. Ruhig, schönes Licht – nur das Frühstück war eine kleine Odyssee.
Am Morgen hat fast noch alles zu , um 09:00 Uhr dann unser erster Versuch – Café nur nichts dazu.
Zweiter Versuch: Landbrot statt Croissant. Die Stadt ist nicht so auf Touristen ausgelegt, man merkt es. Und genau deshalb hat es uns gefallen.

Noch ein letzter Spaziergang vorbei am Musée de la Cour d’Or, am Grenier de Chevremont, und zum Kreuzgang des Rekollektenklosters – wunderschön, und an einem Feiertag sind wir fast alleine.
Unser Heimweg führt über Landstraßen durch das flache Lothringen in Richtung Elsaß.
Und der Abschluss in Saargemünd – der uns wieder überrascht hat – ein schöner letzter Blick auf Frankreich, bevor es über die Grenze ging.
Unsere Unterkünfte & Hotels in Lothringen
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Pfalz |
Weingut Schäfer, Göcklingen – Geheimtipp, Scheunenatmosphäre, Selbstbedienungs-Weinbar |
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Nancy |
Ibis Styles Nancy Centre Gare – zentral, Innenhof, Frühstück solide |
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Metz |
Hôtel Du Théâtre Centre Historique – gute Lage, Zimmer renoviert, Parkhaus schwierig (Straße zu eng) |
🚗 Anreise & Parken
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Ab Franken |
ca. 3,5 h nach Nancy, kaum Maut |
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Parken Nancy |
Kostenpflichtige Parkhäuser in der Innenstadt, am Bahnhof |
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Parken Metz |
Parkhaus am Hotel schwierig für größere Autos – kostenlose Parkplätze am Park, 5 Minuten zu Fuß |
🍽️ Essen & Trinken
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Nancy |
Rue Stanislas: Restaurants für jeden Geschmack, Quiche Lorraine unbedingt probieren |
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Metz |
Flammkuchen-Biergarten in den alten Kühlhäusern beim Deutschen Tor |
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Tipp |
Leitungswasser ist in Frankreich kostenlos – aktiv bestellen! |
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Budget |
Frankreich ist teurer als Deutschland, einplanen |
📅 Reisezeit & Dauer
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Wann |
Mai ideal – wenig Touristen, angenehme Temperaturen, Sonnenlicht bis 21 Uhr |
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Wie lange |
4 Tage Minimum für Nancy + Metz + Wissembourg |
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Sonntag |
Vorsicht: In Metz (und generell Frankreich) haben viele Läden und Märkte sonntags zu |
Auf unserer Bucket List für den nächsten Besuch
- Bitche – kurz gesehen, will mehr
- Saargebourg – keine Zeit gehabt, kommt auf die Liste
- Liverdun – Mittelaltermarkt, Moselblick, unbedingt
- Wissembourg – nochmal, diesmal mit mehr Zeit
💡Tipp
Wer Nancy und Paris kennt und sich fragt ob sich Lothringen lohnt: Ja. Unbedingt. Und ihr werdet überrascht sein wie wenig Touristen ihr treffen werdet.
Unser Fazit zu unserem Roadtrip durch Lothringen
Lothringen überrascht. Nancy ist eine der schönsten Städte die wir je gesehen haben – ohne Übertreibung. Metz braucht Zeit und Neugier, belohnt aber jeden der hinschaut. Und die Region dazwischen – Vogesen, Mosel, kleine Dörfer – ist perfekt für einen entspannten Roadtrip ohne große Planung.
Habt ihr Lothringen schon entdeckt – oder ist es noch auf eurer Liste? Schreibt es uns in die Kommentare.
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