3 Tage Wintermärkte, Silvesterpfad & unvergesslicher Jahreswechsel in Wien
Wien im Winter ist eine andere Stadt, gerade an Silvester – festlich, aufgedreht und voller Leben. Wir waren zum Jahreswechsel dort und haben mitgefeiert, auf dem legendären Silvesterpfad, zwischen dampfenden Glühweinständen und unter dem erleuchteten Stephansdom. Was du in 3 Tagen alles erleben kannst, wie viel es kostet und warum Wien uns immer wieder anzieht – das liest du hier.
Wien im Winter – Auf einen Blick
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Dauer |
3 Tage (Silvester-Wochenende) |
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Lage / Region |
Wien, Österreich – Zentrum Mitteleuropas |
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Anreise |
PKW (ca. 6h aus Süddeutschland), Bahn oder Flug |
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Reisezeit |
Advent & Silvester: Mitte November bis 6. Januar |
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Kosten |
ca. 150–200 € pro Tag zu zweit (inkl. Unterkunft) |
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Highlight |
Wiener Silvesterpfad – 12 Stunden Party in der Altstadt |
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Geeignet für |
Paare, Freundesgruppen, Kulturreisende, Winterfans |
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Nicht geeignet für |
Wer Feuerwerk erwartet oder Menschenmassen scheut |
Warum Silvester in Wien? – Unser erster Eindruck
Stell dir vor, du steigst aus der U-Bahn und bist sofort mittendrin, funkelnde Lichter über der Kärntner Straße, der Duft von Glühwein in der Luft, Fiakerhufe auf dem Pflaster. So beginnt Silvester in Wien – und es lässt dich von der ersten Minute an nicht mehr los.
Wir sind nach gut 6 Stunden Fahrzeit pünktlich zur Mittagszeit angekommen und haben die Zeit bis zum Einchecken gleich genutzt, um die Stadt zu erkunden. Wien im Winter ist für uns kein Neuland – aber es begeistert uns jedes Mal aufs Neue.
Für wen ist ein Silvester-Städtetrip nach Wien geeignet?
Wien zum Jahreswechsel ist ideal für alle, die Silvester wirklich erleben wollen – nicht in einer überteuerten Partylocation, sondern mitten in einer Weltstadt, die ihre Straßen in eine Bühne verwandelt. Paare, Freundesgruppen und alle, die Geschichte atmen und trotzdem feiern wollen, kommen hier auf ihre Kosten.
Wer hingegen ein klassisches Feuerwerk erwartet, der sollte woanders hin. Der Silvesterpfad setzt auf Lasershow statt Pyrotechnik. Das ist bewusst so – und für uns persönlich kein Nachteil. Wer Feuerwerk möchte, fährt auf eine der Anhöhen rund um Wien.
Tag 1: Ankommen & Wien von oben bis unten entdecken
Hoch hinaus: Der Donauturm mit 360-Grad-Panorama
Unser erster Stopp ist der Donauturm – Wiens höchstes Bauwerk und mit 252 Metern ein echter Hingucker. Für 18 Euro pro Person fährst du auf 150 Meter Höhe und bekommst eine Aussicht, die sofort klar macht, wie weitläufig diese Stadt ist. Wer Lust auf Adrenalinkick hat, sollte hier mehr Zeit einplanen, denn die höchste Rutsche Europas wartet hier oben. Wer dann doch lieber entspannt, findet im Drehrestaurant ein gemütliches Ambiente mit einem herrlichen Panoramablick.
💡 Unser Tipp
An Silvester kannst du den Donauturm ganz besonders erleben: Für 100 € pro Person schaust du beim Jahreswechsel von oben auf die Stadt.
Mit Tisch, Speisen und Getränken ab 280 €.
Unvergesslich – und nicht für jeden.
Ein Spaziergang, der nachhallt – der Zentralfriedhof Wien
Unser nächster Stopp klingt ungewöhnlich – und ist es auch. Der Wiener Zentralfriedhof gehört mit 2,5 Quadratkilometern zu den größten Friedhöfen Europas, und hier ruhen echte Legenden, Falco, Beethoven, Brahms und viele mehr. Die Ehrengräber und die imposante Karlsborromäuskirche im Innern sind beeindruckend still – ein starker Kontrast zur festlichen Stadt draußen.
Jedes Mal wenn wir einen Friedhof besuchen, löst das merkwürdige Gefühle aus. Diese Pracht, diese Stille – und das Bewusstsein, wie vergänglich alles ist. Hier kannst du einen ganzen Tag verbringen. Halte an den Grabmälern inne.
Ankunft im Hotel und erste Schritte mit der U-Bahn
Unser Hotel liegt am Hauptbahnhof im 10. Bezirk – etwas außerhalb, dafür mit perfekter U-Bahn-Anbindung. Ein Tagesticket für die Wiener Linien kostet unter 10 Euro und erschließt dir die gesamte Innenstadt innerhalb von Minuten. Den Hauptbahnhof selbst gibt es erst seit 2014 – auf dem Gelände des alten Südbahnhofs, inklusive BahnhofsCity mit rund 90 Geschäften und einem Foodcourt.
Abends in der Innenstadt – Stephansdom, Hofburg & Weihnachtslichter
Die Altstadt im Dezember ist schlicht atemberaubend. Der Stephansdom leuchtet, die Hofburg ist festlich beleuchtet, auf den Einkaufsstraßen herrscht weihnachtliches Treiben. Zwischen Fiakern, Glühweinduft und beleuchteten Passagen kannst du bummeln, schauen, einkaufen – oder einfach die Stimmung aufsaugen. Was uns fehlt für das perfekte Bild wäre noch ein bisschen Schnee.
Atmosphäre & Menschen: Wien und seine Christkindlmärkte
In Wien heißen sie nicht Weihnachtsmärkte – sie heißen Christkindlmärkte. Und davon gibt es 14 Stück mit insgesamt 911 Ständen, verteilt über die ganze Stadt. Welcher der schönste ist? Wir können es ehrlich gesagt nicht sagen – jeder hat seinen eigenen Charme.
Der Markt vor dem Schloss Belvedere zieht uns besonders an, die zauberhafte Kulisse, vielfältige Glühweinstände und ein Panoramablick auf die Wiener Altstadt.
Abends zieht es uns in den Prater – das beleuchtete Riesenrad zieht einen magisch an, und darunter blinkt und duftet der Wintermarkt.
💡 Unser Tipp
Nach Weihnachten wandeln sich einige Märkte in Wintermärkte und bleiben bis zum 6. Januar geöffnet.
Alle Märkte findest du auf www.wien.gv.at
Ein echter Geheimtipp unter den Märkten ist das Weihnachtsdorf im alten AHK – mit weniger Trubel und mehr Atmosphäre. Der größte Markt der Stadt ist übrigens der X-Mass-Markt in der Marx Halle mit 186 Ständen.
Essen & Trinken: Vom Wiener Schnitzel bis zum Naschmarkt
Das Griechenbeisl – Wien, wie es sein soll
Das Wiener Schnitzel darf nicht fehlen – und das Griechenbeisl ist dafür eine Adresse, die wir ohne Zögern empfehlen. Mit fast 600 Jahren Geschichte ist es eine der ältesten Gaststätten Wiens, versteckt im alten griechischen Viertel nahe dem Schwedenplatz. Traditionelle Küche, historisches Ambiente, kein Touristenkitsch – zumindest noch nicht ganz.
Ob es noch ein echter Geheimtipp ist? Wir glauben fast nicht. Trotzdem lohnt sich der Besuch.
Moderne Alternative: Motto am Fluss & KLYO
Wer es moderner mag geht ins „Motto am Fluss“ oder auch in das „KLYO“ (von einer Wienerin empfohlen), beide liegen direkt am Donaukanal und bieten eine Küche mit echtem Niveau in schönem Ambiente. Am Neujahrsmorgen war das Motto am Fluss am Schwedenplatz genau der richtige Ort für uns – entspannter Kaffee, Blick aufs Wasser, kein Touristenstress.
Der Naschmarkt – eine kulinarische Weltreise
Der Naschmarkt ist für uns Pflicht. Sobald du ihn betrittst, riechst du Orient, Asien, Österreich – alles auf einmal. Mit über 120 Ständen ist er der bekannteste Markt Wiens und ein echtes Fest der Sinne.
💡Tipp
Am Samstag schließt sich ein Floh- und Antiquitätenmarkt an –
perfekt für unerwartete Funde und Souvenirs fernab der Touristenläden
Silvester in Wien: Silvesterpfad & Silvesterlauf
Der Wiener Silvesterlauf – Sightseeing mal anders
Am späten Vormittag des 31. Dezember startet der Silvesterlauf über rund 5 Kilometer entlang des Altstadtrings. Oper, Hofburg und Parlament – alles liegt auf der Strecke. Ob als Läufer oder als Zuschauer, die Stimmung und die teils sehr kreativen Kostüme sind es wert. Gute Laune ist hier garantiert.
Der Silvesterpfad – die größte Silvesterparty Wiens
Abends gehört Wien der Party. Der Silvesterpfad erstreckt sich auf 1,5 Kilometern zwischen Stephansdom und Rathaus und verwandelt die Altstadt in eine einzige Bühne. Zwölf Stunden lang gibt es Live-Musik, DJs, Walzerkurse am Nachmittag und kulinarische Stände – alles kostenlos(bis auf Essen und Trinken natürlich), alles draußen.
Wir können ihn nur wärmstens empfehlen. Zieh dich warm an, komm früh und lass dich mitreißen. Je später der Abend, desto voller die U-Bahn-Station Stephansdom – wir empfehlen, früh in die Innenstadt zu fahren und zu Fuß weiterzugehen.
Feuerwerk gibt es am Silvesterpfad nicht – dafür eine spektakuläre Lasershow am Rathaus. Wer Pyrotechnik möchte, fährt auf den Kahlenberg oder eine andere Anhöhe rund um Wien.
💡 Unser Tipp
Aktuelle Infos zum Programm findest du auf wienersilvesterpfad.at
Neujahr in Wien: Sonnenschein und ein letzter Spaziergang
Wien räumt schnell auf. Am Neujahrsmorgen empfängt uns die Stadt bereits aufgeräumt und leise – mit Sonnenschein. Wir schlendern noch einmal durch die Innenstadt, genießen den Kaffee im Motto am Fluss und kommen auf eine letzte Idee, der Kahlenberg.
Von der Anhöhe nördlich der Stadt hast du einen der besten Ausblicke über Wien – ein stiller, schöner Abschluss nach einer langen Nacht.
Praktische Infos – Wien im Winter
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Beste Reisezeit |
Advent (Mitte November–24. Dez.) & |
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Anreise |
PKW: ca. 6h aus Süddeutschland |
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Nahverkehr |
Wiener Linien: Tageskarte ca. 9 €, |
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Sprache |
Deutsch |
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Budget |
ca. 150–200 € pro Tag zu zweit (Hotel, Essen, Aktivitäten) |
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Übernachtung |
Hotel nahe Hauptbahnhof – günstiger als Innenstadt, perfekte U-Bahn-Anbindung |
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Empfohlene Restaurants |
Griechenbeisl (traditionell), Motto am Fluss (modern), Naschmarkt (Street Food) |
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Geheimtipp |
Weihnachtsdorf im alten AHK – weniger bekannt, mehr Atmosphäre |
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Geld |
Euro, Karte wird überall akzeptiert, teilweise nur bargeldlos |
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Notfall |
Euronotruf: 112, Polizei: 133, Rettung: 144 |
Kosten – Wien zu zweit an Silvester
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Ausgabe |
ca. Kosten |
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Anreise (PKW, ca. 800 km hin/zurück von München aus) |
ca. 80 – 90 € Sprit |
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Unterkunft (2 Nächte, Hotel Hbf) |
ca. 200–280 € (je nach Silvester-Termin) |
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Nahverkehr (72h-Karte p.P.) |
ca. 34 € zu zweit |
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Donauturm (Auffahrt p.P.) |
18 € p.P. = 36 € zu zweit |
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Essen (3 Tage, inkl. Restaurant) |
ca. 120–160 € zu zweit |
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Glühwein & Getränke (Märkte, Silvesterpfad) |
ca. 40–60 € |
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Naschmarkt & Einkaufen |
je nach Budget |
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Silvesterpfad |
kostenlos |
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Gesamt (ca.) |
ca. 450–650 € zu zweit für 3 Tage |
FAQ – Häufige Fragen zu Silvester in Wien
Wann ist die beste Reisezeit für Wien im Winter?
Für Weihnachtsmärkte besuchst du Wien am besten zwischen Mitte November und dem 24. Dezember. Silvester und der Silvesterpfad finden am 31. Dezember statt. Einige Märkte bleiben als Wintermärkte bis zum 6. Januar geöffnet. Für einen reinen Städtetrip ohne Weihnachtsrummel ist der Januar ruhiger und günstiger.
Ideale Reisezeit ist Frühjahr und Herbst.
Wie lange sollte man für Wien zu Silvester einplanen?
3 Tage reichen gut aus, um die wichtigsten Highlights zu erleben. Innenstadt, Märkte, Silvesterpfad und ein gemütlicher Neujahrstag. Wer tiefer eintauchen will mit Museen, Kaffeehauskultur und Ausflüge – plant 4 bis 5 Tage ein.
Was kostet ein Silvester-Wochenende in Wien?
Zu zweit rechne mit ca. 450 bis 620 Euro für 3 Tage inklusive Anreise, Unterkunft, Essen und Aktivitäten. Hotels in der Silvesternacht sind teurer als sonst – frühzeitig buchen spart merklich. Der Silvesterpfad selbst ist kostenlos.
Gibt es in Wien ein Silvester-Feuerwerk?
Am Silvesterpfad in der Innenstadt ist Pyrotechnik verboten – stattdessen gibt es eine beeindruckende Lasershow am Rathaus. Wer ein klassisches Feuerwerk sehen möchte, fährt auf den Kahlenberg oder andere Anhöhen rund um Wien, von wo aus viele private Feuerwerke sichtbar sind.
Ist Wien zu Silvester für Erstbesucher geeignet?
Absolut – Wien ist eine der einsteigerfreundlichsten Städte Europas. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert zuverlässig, die Innenstadt ist kompakt zu Fuß erkundbar, und der Silvesterpfad ist so ausgelegt, dass auch Neuankömmlinge problemlos mitmachen können. Eine gute Reiseplanung im Voraus hilft aber, da Hotels und Restaurants rund um Silvester schnell ausgebucht sind.
Kann ich den Zentralfriedhof auch im Winter besuchen?
Ja, der Zentralfriedhof ist ganzjährig geöffnet, auch im Winter. Im Dezember hat er eine ganz besondere, stille Atmosphäre.
Öffnungszeiten im Winter: täglich 8–17 Uhr. Eine gute Stunde Besuchszeit ist das Minimum, wer durch die Ehrengräber schlendern möchte, braucht mehr.
Fazit: Warum Wien zu Silvester ein Muss ist
Wien zu Silvester begeistert uns aus drei Gründen immer wieder:
- Erstens wegen der Atmosphäre – kaum eine europäische Stadt schafft es, Weltstadt-Flair und weihnachtliche Gemütlichkeit so überzeugend zu verbinden.
- Zweitens wegen des Silvesterpfads – eine Gratis-Party auf 1,5 Kilometern mitten in der Altstadt, mit Live-Musik, Walzer und Lasershow, hat einfach keine Konkurrenz.
- Und drittens wegen der Vielfalt – In Wien hast du Kultur (Donauturm, Zentralfriedhof, Museen), Kulinarik (Schnitzel, Naschmarkt, Kaffeehäuser) und echtes Stadtleben in nur drei Tage.
Wir kommen immer wieder. Und du wirst es wahrscheinlich auch tun.
Mehr Inspiration für deine nächste Reise: Schau dir auch unseren Reisebericht zu Chemnitz an – 48 Stunden zwischen Kultur und Moderne. Oder entdecke unsere Italien-Reisetipps für noch mehr Ideen.
Warst du schon einmal zu Silvester in Wien? Hast du den Silvesterpfad erlebt – oder feierst du lieber auf dem Donauturm? Schreib uns gern in die Kommentare, wir freuen uns auf deinen Bericht!




















