Eine Woche auf eigene Faust durch 1001 Nacht
Der Oman ist ein Land, das unter die Haut geht, und den Oman haben wir auf unserer Rundreise lieben gelernt.
Herzliche Menschen, beeindruckende Festungen, grüne Bergplateaus und ein Souk, der alle Sinne auf einmal anspricht.
Wir haben uns eine Woche Zeit genommen, einen Mietwagen geschnappt und die Region rund um Muscat und das Hinterland auf eigene Faust erkundet – und würden es sofort wieder tun. Dieser Reisebericht zeigt dir, was in sieben Tagen alles möglich ist.
Auf einen Blick
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Dauer |
7 Tage |
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Lage / Region |
Oman , arabische Halbinsel |
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Anreise |
Direktflug ab Deutschland nach Muscat (ca. 6 Std.), mit SalamAir (momentan nicht von Deutschland aus) |
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Beste Reisezeit |
Oktober bis April |
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Kosten |
ca. 120–160 € pro Tag zu zweit (inkl. Unterkunft, Mietwagen, Essen) |
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Highlight |
Sultan-Qaboos-Moschee, Sayq-Plateau, Mutrah Souq, Nizwa Fort |
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Geeignet für |
Kulturinteressierte, Naturliebhaber, Individualreisende |
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Nicht geeignet für |
Strandurlauber, Pauschalreise-Fans |
Warum der Oman? Die Idee hinter unserer Rundreise
Anfang Dezember. Es ist kalt daheim, Silvester ist verplant, die nächste Fernreise stand erst im Februar an. Also überlegten wir, wohin für eine Woche wollen? Dann taucht er plötzlich im Internet auf – ein Direktflug nach Muscat für knapp 400 Euro. Pro Person. Hin und zurück. Wir schauen uns kurz an und buchen.
Der Oman hatte mich schon einmal gepackt – damals in Salalah. Dieses Land mit seinen herzlichen Menschen, der alten Kultur und der unglaublichen Landschaft hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Es stand schon lange wieder auf meiner Bucket List. Und jetzt ergab sich die Chance.
Unser ursprünglicher Plan – von Muscat aus nur Tagesausflüge zu machen – flog zum Glück schnell über Bord. Das Hinterland des Omans ruft, und wer nur in der Stadt bleibt, verpasst das Beste.
Also Mietwagen gebucht, Karte raus und los.
Für wen eignet sich eine Oman Rundreise?
Der Oman ist kein Dubai. Wer Glitzerhotels, Shopping Malls und eine aufgepumpte Skyline erwartet, wird enttäuscht sein. Wer hingegen ein Land sucht, das Tradition und Moderne auf bemerkenswert stille Weise verbindet, ist hier genau richtig.
Eine Oman Rundreise empfehlen wir besonders für Reisende, die Kultur und Geschichte wirklich erleben wollen, die sich gerne auf eigene Faust bewegen (ein Mietwagen ist Pflicht), und die offen sind für eine Gastfreundschaft, die man in dieser Form selten erlebt.
Der Oman eignet sich auch hervorragend als Einstieg in die arabische Welt – unkompliziert, sicher, offen.
Unsere Route – 7 Tage Oman auf eigene Faust
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Tag |
Strecke / Etappe |
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Tag 1 |
Ankunft Muscat → Seeb → Barka / Al Sawadi |
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Tag 2 |
Seeb → Birkat al Mouz → Sayq-Plateau |
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Tag 3 |
Birkat al Mouz → Nizwa → Izki → Birkat al Mouz |
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Tag 4 |
Birkat al Mouz → Al Misfah → Bahla → Muscat |
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Tag 5 |
Muscat: Old Town & Mutrah Souq |
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Tag 6 |
Muscat: Royal Opera House, alte Passstraße |
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Tag 7 |
Muscat: Sultan-Qaboos-Moschee → Abflug |
Die Tage im Detail
Tag 1: Ankunft, Seeb & die Strände von Barka
Nach gut sechs Stunden Flug mit SalamAir – der omanischen Low-Cost-Airline, Preis-Leistung absolut top – landen wir früh morgens in Muscat. Die Einreise verläuft reibungslos, das Gepäck kommt schnell.
Erster Stop wie so oft, eine SIM-Karte kaufen, direkt am Ausgang finden wir die Anbieter, alles wird gleich eingerichtet, läuft.
Dann weiter zu Europcar, unseren Mietwagen abholen, was auch sehr gut und schnell klappt. Danach düsen wir in unser Hotel nach Seeb.
Das Ramee Dream Resort ist nicht neu, aber sauber, großzügig geschnitten und liegt fast am Meer.
Als wir dort erklärten, dass wir eigentlich zwei Nächte gebucht hatten, aber nur eine brauchen und direkt einchecken möchten, schaute uns der Rezeptionist mit großen Augen an und stellte uns kurzerhand nur eine Nacht in Rechnung – mit zweimal Frühstück. Das ist der Oman.
Am Nachmittag fahren wir die Küste nördlich entlang zum Strand von Barka und weiter zum Al Sawadi Beach. Ein breiter, flach abfallender Sand, und eine Beach Bar erwarten uns. Wir schauen den Locals beim Fußballspielen (mit improvisierten Toren aus Steinen) zu, das Meer ist zum Greifen nah.
Vormittags findet hier auch der Fischmarkt statt – die Fischer verkaufen ihren Fang direkt am Strand. Den hätten wir gerne gesehen, aber das nächste Mal.
Abends spazieren wir durch den Park von Seeb. Familien picknicken auf Decken, Grills werden aufgebaut, Kinder toben. Ein ganz normaler Abend – und doch für uns etwas ganz Besonderes.
Tag 2: Birkat al Mouz & das Sayq-Plateau
Birkat al Mouz ist mehr als eine Oase – es ist ein lebendiges Geschichtsbuch.
Ein Falaj führt mitten durch unser Hotel Al Sabah Heritage, das liebevoll in einem alten Lehmhaus am Rande des halb verfallenen Dorfes eingerichtet wurde.
Auf der Dachterrasse mit einem Kaffee in der Hand, Blick auf die grünen Palmen und die schroffen Berge dahinter, das ist der Oman, der einem nicht mehr loslässt.
💡Tipp:
Die Falaj sind traditionelle Bewässerungskanäle, die Wasser aus unterirdischen Quellen über oft kilometerlange Strecken in die Felder leiten.
Fünf dieser Systeme hat die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt – darunter die in Birkat al Mouz und Nizwa.
Gleich dahinter beginnt die Auffahrt zum Sayq-Plateau. Ohne Allrad geht hier nichts – am Checkpoint stehen schon die lokalen Guides mit ihren Jeeps bereit. Wir handeln von 40 auf 25 Rial herunter (im Hotel kostet dasselbe 80 Rial). Die Fahrt selbst ist spektakulär: 30 Kilometer Serpentinen hinauf auf 2.000 Meter, grüne Terrassen mit Rosen, Granatäpfeln und Gemüse, und eine Aussicht, die uns sprachlos macht.
Tag 3: Nizwa, das Fort & Kamelsuppe im Oman-Drive-in
Nizwa
Nizwa war einmal die Hauptstadt des Omans und hat diese Würde nie ganz abgelegt. Das Fort thront über der Stadt, und der Blick von oben auf die Oase ist eines der schönsten Panoramen unserer Oman Rundreise. Im Innenhof backt eine alte Frau Fladenbrot, im kleinen Park liegt entspannt ein Kamel. Im Souq daneben riecht es nach Gewürzen und Weihrauch – und die Händler sind erstaunlich unaufdringlich.
Das nächste mal kommen wir an einem Freitag, denn da findet hier ab 7 Uhr in der Früh, der legendäre Viehmarkt statt. Den hätten wir auch gerne erlebt.
Izki und Harat al-Yemen
Am Nachmittag fahren wir weiter nach Izki und besuchen die Siedlung Harat al-Yemen, eine der ältesten Städte des Omans. Die Lehmhäuser verfallen langsam immer mehr, aber im Abendlicht haben sie eine ganz eigene, fast magische Stimmung.
Zum Abendessen landen wir in einem omanischen Fast-Food-Laden mit einer Art Drive-in. Wir sitzen innen und beobachten das Spektakel.
Mit dem Auto wird vor dem Restaurant geparkt, die Bestellung wird am Autofenster von dem Angestellten aufgenommen, und das Essen wird dann gebracht. Und nicht nur Essen, auch ein Getränk, so denken wir jedenfalls.
Wir essen Fast-Food-Burger mit Kurkuma-Brötchen – überraschend lecker. Und auf der Karte finden wir Kamelsuppe, ah, das ist das im Becher. Wie Kaffee zum Mitnehmen, also Kamelsuppe to-go.
Wir probieren mal, schmeckt wie eine kräftige, leicht salzige Rinderbrühe. Ist ok, muss man aber auch nicht lieben.
Tag 4: Al Misfah & Bahla – das schönste Dorf des Omans
Weiter geht es heute zurück in Richtung Muscat. Was wäre eine Oman Rundreise ohne Zwischenstopp?
Al Misfah
Al Misfah soll das schönste Dorf im Oman sein – und Sultan Qaboos soll es als sein Lieblingsdorf bezeichnet haben. Wir verstehen warum. Die alten Häuser aus Lehm und Naturstein klammern sich waghalsig an die Felshänge, verwinkelte Gassen führen bergauf und bergab, und auf dem Dach des Halwa Cafés sitzt du mit Blick auf das ganze Tal bei einer Tee- oder Kaffeespezialität.
Bahla
Auf dem Rückweg nach Muscat entdecken wir am Straßenrand zufällig die Festung von Bahla. Eine der ältesten Königsstädte des Omans, zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert sogar Hauptstadt – und die Festung Hisn Tamah bereits seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe. Wir haben zu wenig Zeit für den Souq und die mächtige Stadtmauer, aber allein der Anblick lohnt den Stop.
Tag 5: Old Muscat & der Mutrah Souq
Zu jeder Rundreise gehört natürlich Muscat dazu, denn die Hauptstadt des Oman ist alleine schon eine Reise wert.
Muscat als eine einzige Stadt zu sehen ist eigentlich falsch, es sind verschiedene Stadtteile welche jedes seinen Reiz hat.
Old Muscat
Old Muscat ist ruhiger als erwartet – und genau das macht es besonders. Zwischen zwei portugiesischen Festungen liegt der Sultanspalast Al Alam aus dem Jahr 1974. Er ist kleiner und viel schlichter als man ihn vielleicht erwartet, aber das ist wieder der Oman, die Verbindung von Tradition und Moderne ohne Protz.
Mutrah
Der Mutrah Souq ist das Gegenteil davon, hier spielt sich das Leben ab – es ist bunt, laut, duftend, lebendig. Weihrauch und Öle mischen sich mit dem Glitzern von Silberschmuck und dem Ruf der Händler. Ob die omanischen Krummdolche (Khanjars), Tücher, Töpfereien oder Gewürze – hier bekommt man alles, der Markt ist ja auch immer noch dafür gedacht, dass die Omanis dort einkaufen, die Touristen sind nur nettes Beiwerk. Die Händler sind charmant, aber nicht aufdringlich, und das hätten wir so nicht erwartet, wir kennen es ja anders.
Wenn es dämmert bekommt der Souq eine ganz besondere Atmosphäre, die Lichter, die Menschen werden mehr und wir mittendrin.
Am Strand
Am Abend halten wir spontan am einem Strand an. Hier gibt es eine Art Grillstation, wir testen das Essen – es ist lecker und günstig, auch wenn wir das Bestellsystem nicht ganz kapiert haben, wir bekommen auf jedenfall beim ersten Mal nicht genug um satt zu werden.
Die Einheimischen parken währenddessen ihre Autos direkt am Strand, die Töpfe mit vorgekochtem Essen werden aus dem Kofferraum geholt und auf die ausgebreiten Decken gestellt. Und dann gemeinsam gegessen.
Das hat was – sie machen alles richtig!
Tag 6: Royal Opera House & Marah Land
Ob wir das jemals lernen? Freitagvormittag – das Royal Opera House ist geschlossen. Von außen schon imposant, es ist eines der ersten Opernhäuser der Golfstaaten.
Macht nichts, wir drehen eine Runde auf der alten Passstraße und bekommen eine wunderbare Aussicht auf die Stadt.
In der Nähe gibt es auch einen Friday Market – eine Mischung aus Flohmarkt und Gebrauchtwagenhandel. Kann man mitnehmen, muss man nicht. Uns zieht es zurück zum Mutrah Souq, wo sich Nihat noch schnell beim lokalen Barbier einen Haarschnitt gönnt.
Als wir am Abend auf dem Heimweg sind, leuchtet und blinkt es am Straßenrand.
Marah Land – Omans einziger Freizeitpark, und stellt euch nur nicht einen Freizeitpark wie in anderen Ländern vor!
Er ist am Abend geöffnet, wenn es abgekühlt hat. Kinder haben hier definitiv ihren Spaß.
Tag 7: Sultan-Qaboos-Moschee – das Highlight zum Abschluss
Die Sultan-Qaboos-Moschee ist die größte Moschee im Oman und eine der wenigen, in die Frauen als Besucher offiziell Zutritt haben. Sie darf auf unserer Rundreise durch den Oman keinesfalls fehlen.
Sie ist atemberaubend, ein rießiger Swarovski-Kronleuchter, 15 Meter hoch und 8 Meter breit, hängt im Gebetsraum. Der Teppich aus dem Iran misst über 4.000 Quadratmeter und zählt zu den größten der Welt. Goldene Uhren, edles Holz, weiße Marmorböden – alles fügt sich zu einem Ganzen zusammen, das gewaltigen Prunk mit erstaunlicher Stille vereint.
Ein würdiges Finale für unsere Oman Rundreise.
Atmosphäre & Menschen im Oman
Was den Oman von vielen anderen arabischen Ländern unterscheidet, sind seine Menschen. Die Gastfreundschaft ist keine Floskel, sie ist gelebter Alltag. Das zeigt die Geschichte mit dem Hotelrezeptionisten in Seeb genauso wie der Guide auf dem Sayq-Plateau, der uns in Ecken geführt hat, die kein Reiseführer kennt.
Der Oman ist offen, sicher und entspannt. Dresscode beachten (schulterbedeckend, Knie bedeckt), Moscheen respektvoll besuchen, beim Fotografieren von Menschen immer vorher fragen – dann bekommst du überall ein Lächeln zurück.
Anreise & Lage
Muscat ist von Deutschland aus gut erreichbar. Direktflüge gibt es unter anderem mit Oman Air und SalamAir (dem Budget-Carrier, Preis-Leistung ausgezeichnet, fliegt aktuell nicht mehr nach Deutschland). Die Flugzeit beträgt ca. 6 Stunden.
Ansonsten gibt es natürlich noch gute Verbindungen mit einem Stopp aus der Türkei oder anderen arabischen Ländern.
Du planst deine Anreise über Abu Dhabi mit einem Stopover und benötigst noch etwas Inspiration? In dem Abu Dhabi – Beitrag findest. du alle Highlights!
SIM und Geldwechsel
Am Flughafen Muscat gibt es direkt am Ausgang SIM-Kartenanbieter (werden vor Ort aktiviert), eine Wechselstube und Mietwagenschalter.
Falls du keine eSIM verwendest, bekommst du eine direkt im Airport.
Wir haben ausschließlich Bargeld gerauscht, ATM sind natürlich auch vorhanden.
💡Tipp zum Geldwechseln
Den Wechselkurs am Flughafen (ca. 1:2,7 für Euro) lieber meiden.
In Seeb (Stadtzentrum) haben wir über eine lokale Wechselstube einen Kurs von 1:3,9 bekommen – das war deutlich besser.
Unterkunft – wo wir übernachtet haben
- Ramee Dream Resort Seeb (40 €/Nacht) – etwas in die Jahre gekommen, aber sauber, groß und mit Pool. Perfekt für die erste Nacht direkt nach dem Nachtflug.
- Al Sabah Heritage, Birkat al Mouz (85 €/Nacht) – das absolute Highlight!
Ein liebevoll restauriertes altes Lehmhaus mitten im Dorf, mit Falaj im Innenhof und Dachterrasse mit Traumblick. Individuell, authentisch, unvergesslich. - A-loft Muscat (75 €/Nacht) – neu und modern, etwas außerhalb, zuverlässig. Solide Basis für die Stadttage in Muscat.
💡Tipp
In Nizwa, Birkat al Mouz und Al Misfah gibt es auch interessante Guesthouses und kleine Boutique-Hotels direkt in den alten Ortskernen – lohnt sich zu schauen!
Essen & Trinken im Oman
Omanisches Essen ist würzig, frisch und oft überraschend günstig. Zu zweit haben wir in einfachen lokalen Restaurants für 10–15 Euro gegessen – inklusive Fleisch, Beilagen und Getränken.
Was du probieren solltest: Frisches Fladenbrot direkt aus dem Ofen, gegrilltes Fleisch vom Strandgrill, Halwa (ein omanisches Süßgebäck, traditionell zum Kaffee), und ja – Kamelsuppe, wenn du mutig bist. Die kurkumafarbenen Burger-Brötchen beim Oman-Drive-in in Izki haben uns tatsächlich überrascht.
Alkohol: Im Oman ist Alkohol nicht verboten, aber deutlich eingeschränkt. In einfachen lokalen Restaurants gibt es keinen Alkohol. In größeren Hotels schon. Plane das entsprechend ein.
Highlights & Aktivitäten – was du nicht verpassen solltest
- Sultan-Qaboos-Moschee (Muscat): Eines der schönsten Gotteshäuser der Welt – Pflicht. Besuch nur morgens möglich (Öffnungszeiten vorher prüfen), angemessene Kleidung erforderlich.
- Mutrah Souq (Muscat): Der größte Bazar des Omans. In der Dämmerung ist die Stimmung am schönsten.
- Sayq-Plateau / Al Jabal al Akhdar: Nur mit Allrad oder Jeep-Tour erreichbar. Atemberaubende Aussicht, grüne Terrassen, frische Bergluft. Unbedingt einplanen!
- Nizwa Fort: Beste Aussicht über die Oasenstadt. Freitags morgens kommt noch der Viehmarkt dazu – ein besonderes Erlebnis.
- Al Misfah: Das schönste Dorf des Omans. Ruhig, klein, authentisch. Halwa Café auf dem Dach nicht verpassen.
- Birkat al Mouz & Falaj: Das UNESCO-Bewässerungssystem ist einzigartig auf der Welt und kann direkt im Hotel Al Sabah Heritage erlebt werden.
- Bahla (UNESCO-Festung): Zufallsfund auf unserer Route – und einer der beeindruckendsten Stopps der Reise.
Praktische Infos – alles was du wissen musst
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Beste Reisezeit |
Oktober bis April – angenehme Temperaturen (25–32°C), kaum Regen |
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Anreise |
Direktflug von Deutschland nach Muscat, ca. 6 Std. – Oman Air oder SalamAir (z.Z. nicht von Deutschland aus) |
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Einreise |
Visum bei Einreise (max. 14 Tage) oder Online (e-Visa), kein Voraufwand nötig |
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Sprache |
Arabisch (offiziel), Englisch weit verbreitet und problemlos |
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Währung |
Omani Rial (OMR) – 1 OMR ≈ 2,40 € |
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Mietwagen |
Unbedingt empfohlen! Normales Auto für Küste & Muscat ok, für Sayq-Plateau und Berge Allrad nötig |
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Budget |
ca. 120–160 € pro Tag zu zweit (Mietwagen + Unterkunft + Essen + Eintritte) |
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Unterkunft (Tipp) |
Al Sabah Heritage, Birkat al Mouz – außergewöhnlich und unvergesslich |
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Kleidung |
Schultern & Knie bedeckt (v.a. bei Moscheen & öffentlichen Plätzen), für die Bergen Jacke einpacken |
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Alkohol |
In lokalen Restaurants nicht erhältlich, in Hotels möglich |
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Geld / Karte |
Kreditkarte in Hotels akzeptiert, Bargeld für Märkte & Restaurants empfohlen |
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Notfall |
Polizei und Notruf: 9999 |
Kosten unserer Oman Rundreise
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Ausgabe |
ca. Kosten |
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Flug (Hin & Rückflug, SalamAir) |
ca. 800 € (400 € p.P.) |
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Mietwagen (7 Tage, Europcar) |
ca. 280 € (inkl. Versicherung) |
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Unterkunft (Ø 40–85 €/Nacht) |
ca. 350–450 € |
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Essen & Trinken (lokal) |
ca. 10–15 € pro Mahlzeit zu zweit |
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Eintritte (Forts, Moschee etc.) |
ca. 20–30 € gesamt |
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Sayq-Plateau Jeep-Tour (2 Pers.) |
25–40 OMR (ca. 60–95 €) |
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SIM-Karte (7 Tage, Daten) |
ca. 5–10 € p.P. |
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Gesamtkosten (Richtwert) |
ca. 1.600–2.000 € zu zweit (inkl. Flug) |
💬Hinweis:
Trinkgeld ist im Oman nicht üblich, wird aber durchaus geschätzt.
Lokale Restaurants sind erheblich günstiger als Hotelrestaurants.
FAQ – häufige Fragen zur Oman Rundreise
Wann ist die beste Reisezeit für den Oman?
Die besten Monate sind Oktober bis April. Die Temperaturen liegen dann zwischen 25 und 32°C, es regnet kaum. Im Sommer (Mai–September) wird es besonders im Landesinneren extrem heiß – über 45°C sind keine Seltenheit.
Ausnahme: Salalah im Süden hat im Sommer durch den Monsun (Khareef) ein komplett anderes Klima, es ist kühler und kann regnen..
Brauche ich einen Mietwagen für eine Oman Rundreise?
Ja, unbedingt. Der Oman hat zwar Fernbusse, aber die Flexibilität eines Mietwagens ist durch nichts zu ersetzen – gerade wenn du Sehenswürdigkeiten wie Al Misfah, Birkat al Mouz oder die Küstenstrände entlang der Al Batinah-Region anfahren möchtest. Für das Sayq-Plateau brauchst du zusätzlich einen Auto mit Allrad oder du buchst eine Jeep-Tour direkt vor Ort.
Ist der Oman sicher für Individualreisende?
Der Oman gilt als eines der sichersten Reiseländer der arabischen Halbinsel. Kriminalität ist selten, die Bevölkerung begegnet Touristen offen und freundlich. Achte auf kulturelle Gepflogenheiten (Kleidung, Verhaltensregeln in Moscheen), dann wirst du überall herzlich empfangen.
Wie viel Budget sollte ich für eine Woche Oman einplanen?
Als grobe Orientierung gilt ca. 1.600–2.000 Euro zu zweit für eine Woche – inklusive Flug, Mietwagen, Unterkunft und Essen. Wer in lokalen Restaurants isst und günstige Guesthouses bevorzugt, kommt deutlich günstiger weg. Die große Ausgabe ist oft der Flug; sobald der gebucht ist, ist der Oman vor Ort verhältnismäßig preiswert.
Reicht eine Woche für den Oman?
Für einen ersten Überblick reicht eine Woche aus. In sieben Tagen kannst du Muscat, das Gebirge um den Al Jabal al Akhdar, Nizwa und die Umgebung gut erkunden. Für den Süden (Salalah, Wahiba Sands, Wadi Bani Khalid) oder eine ausgedehnte Dhofar-Route brauchst du mindestens zwei Wochen.
Darf und kann ich als Frau im Oman alleine reisen?
Ja, das geht ohne Weiteres. Der Oman ist eines der entspanntesten Länder der Region für Frauen. Belästigungen sind selten. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, besonders in Moscheen und an öffentlichen Plätzen. Die Sultan-Qaboos-Moschee ist eine der wenigen Moscheen, in die Frauen als Besucherinnen offiziell eingelassen werden.
Gibt es Alkohol im Oman?
Alkohol ist im Oman nicht verboten, aber stark reguliert. In lokalen Restaurants und Cafés gibt es keinen Alkohol. In größeren Hotels und einigen Restaurants (mit Lizenz) ist er erhältlich. Für eine Woche unterwegs auf eigene Faust spielt das kaum eine Rolle.
Fazit – lohnt sich eine Oman Rundreise?
Der Oman ist eines dieser Länder, die man verlässt und sofort weiß, da will ich nochmal hin.
In einer Woche bekommst du einen guten Eindruck, aber wirklich kennenlernen kann man dieses Land erst in mehr Zeit. Was uns am stärksten beeindruckt hat, waren nicht die Festungen oder der Souq – es waren die Menschen. Die Gastfreundschaft im Oman sucht ihresgleichen.
Wenn du Bedenken gegenüber der arabischen Halbinsel hast, ist der Oman der perfekte Einstieg. Offen, sicher, herzlich – und von Dubai so weit entfernt wie man sich nur vorstellen kann. Gib dem Land eine Chance. Es wird dich nicht loslassen.
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Oder möchtest du lieber im Anschluß auf die Malediven und die Seele baumeln lassen?
Weiter Informationen über den Oman findest du auch direkt auf visitoman.om
Warst du schon einmal im Oman? Teile deine Lieblingsspots in den Kommentaren – wir freuen uns auf deine Tipps!

















































