unsere Sizilien Rundreise – 7 Tage durch den Nordosten

Sizilien – eine Rundreise auf eigene Faust

Rundreise Sizilien : der Anflug auf Palermo

7 Tage auf Sizilien – begleite uns auf unserer Rundreise nach Sizilien.

Es ist immer das gleiche mit uns – sobald wir kurzfristig Zeit haben, gehts ab durch die Mitte.
Und wie haben wir uns für einen Rundreise auf Sizilien entschieden, Und warum – weil es eine wunderschöne und abwechslungsreiche Insel.
Nur – wohin auf Sizilien. Schnell haben wir gemerkt, die Insel ist viel zu groß für eine Woche, deshalb müssen wir eine Entscheidung treffen.

Gewonnen hat Siziliens Nordosten – für eine einwöchige Rundreise ist das perfekt.
Abseits der üblichen Touristenrouten, und eine gute Mischung aus Sehenswürdigkeiten, schönen Bergstraßen und Bergdörfern und natürlich darf dabei das Meer nicht zu kurz kommen.. Und es war die absolut richtige Entscheidung.
Und jetzt komm einfach mit!

Tag 1 – von Palermo nach Cefalu

Mit unser Sizilien Rundreise starten wir um kurz vor 08:00Uhr und es lacht uns die Sonne am Flughafen Palermo entgegen.
Der Kaffeeduft, unsere Nasen wollen es so und wir können nicht anders, ab an die Bar. Also erstmal einem Café und Cornetto, und der Tag ist gerettet.
Next Stopp Autovermietung – mal schauen was uns da wieder erwartet.
Wir haben gezielt keinen Fiat gebucht, nachdem das letzte Mal unser Schnuckelchen sich ja in einer Nacht aus dem Staub gemacht hat. Und da in Süditalien gerne Fiats geklaut werden, das wurde uns danach gesagt, wollten wir dies vermeiden.
Nur unser Vermieter macht uns einen Strich durch die Rechnung – und stellte uns einen Fiat Panda hin. „Brand new“ so haben sie uns diesen verkauft. Naja, Brandnew ist etwas anderes, aber fast neu mit knapp 20000km und er ist in Ordnung. Und dann kann es los gehen.

Entlang der Küste

Über die (gebührenfreie) Autobahn ging an Palermo vorbei in Richtung Cefalu. Unser erster Stopp erfolgte bei Torre delle Mandre – Altavilla Milicia. Herrlich – Sonne, türkisblaues Meer und der Blick Richtung Palermo .

Rundreise Sizilien : Blick auf das Meer und im Hintergrund Palermo
Palermo liegt uns zu Füßen

Weiter geht es entlang der Küste bis zu dem Kurort Termini Imerese. Neben dem Kurbad mit Thermalwasser gibt es auch ein interessantes Automuseum – wie Schade, das Museo del Motorismo Siciliano e della Targa Florio hatte geschlossen.

Durch die Bergwelt

Weiter durch gehts und Richtung Berge. Unser blick schweift in die Ferne, entdeckt dabei die am Hang liegenden schönen Bergdörfer. Einige davon gehören zu den schönsten Dörfer Italiens. Mehr muss man wohl gar nicht sagen. Rund um den Monte San Calogero finden wir innerhalb wieder solch schöne Bergdörfer.

Die Straßen winden sich in der hügeligen Landschaft und durch die alten Dörfer. Wir erreichen das schöne Städtchen Caccamo mit seiner Burg die wir schon von Weitem entdeckt haben, im historische Zentrum. Übrigens – dieses Schmuckstück gehört zu den besten erhaltenen normannischen Burgen Siziliens und thront über Caccomo,

Sizilien Rundreise - die Burg von Caccamo
Caccamo

Weitergeht es nach Cerda, dem Artischocken-Dorf – für diese ist es berühmt. Auf der Suche nach der Trattoria Nasca 2 sind wir am Duomo gelandet. Und gefunden haben wir viele alte Sizilianer die sich mittags dort treffen .

Ach ja, die Trattori Nasca findest du gleich am Ortseingang, wat nur leider geschlossen. Ein typischer Montag.
Gefunden haben wir stattdessen viele ältere Sizilianer die um die Mittagszeit sich in der Ortsmitte auf einen Plausch treffen.

Cefalù

Das letzte Ziel unserer heutigen Etappe ist Cefalu. Im Sunset , direkt an der Promenade, haben wir für ein modernes Zimmer mit Blick auf die Altstadt von Cefalu und auf das Meer gebucht. Cefalu gehört zu den schönsten Orte Italiens und ist im Sommer bei deutschen Touristen sehr beliebt.
Mit seinen charmanten historischen Zentrum und der Lage direkt an einem wunderschönen Strand, ist Cefalu absolut weiterzuempfehlen!

Klar, jetzt geht es in die uns entgegen strahlende Stadt..
Neben den schönen Gassen, den Dom, den alten Waschhaus und dem Strand gibt es natürlich viel mehr zu entdecken.
Auch den leckeren Fisch lassen wir uns am Abend natürlich nicht entgehen!

Wenn du wissen möchtest, was wir alles gesehen haben, dann schau dir diesen Beitrag über Cefalu an.

Rundreise Sizilien - der Blick auf die Altstadt von Cefalu

Tag 2 – von Cefalu über die Berge in Richtung Osten bis Spadafora

Der zweite Tag unserer Sizilien Rundreise steht im Zeichen von Kurven und Burgen zu den schönsten Dörfern Italiens .
Für Kunstliebhaber bietet die Route gleichzeitig den Fiumara d’arte Europas größter Skulpturenpark im Freien, allerdings muss man die Skulpturen manchmal etwas suchen. Sie sind beschildert, nur die Schilder sind schon etwas verwittert. Kunst ist allerdings Geschmacksache – unsere war es nicht.

Die Fahrt geht über schöne verwundene Bergstraßen in die kleinen Dörfer und Städte aus dem Mittelalter. Manch Ort liegt auf einen Bergrücken und ich habe das Gefühl wenn ich das sehe, der ganze Ort blickt auf das Meer, ins Tal oder in die nächste Ortschaft. Hier würde ich gerne ein paar Tage verweilen und den Ausblick genießen.

Die schönster Dörfer Italiens auf Sizilien

Unser erstes Ziel heute ist Castelbuono mitten im Bergland der noch etwas schneebedeckten Madonien. Schon bald erkennen wir das imposante Castello von Castelbuono über der Stadt. Das Schloß wirkt so. als ob es fast auf das Dorf gebaut wurde, es ragt alleine aus der Silhouette heraus.

Das ist das Schöne an einer Sizilien Rundreise, man findet man doch immer wieder schöne Dörfer!

Castelbueno - ein Bergdorf während unserer Sizilien Rundreise

Weiter gehts mit unsern treuen Fiat Panda, der perfekt für die engen Bergstraßen geeignet ist, nach Geraci Siculo und Gangi, auch diese Orte gehören zu den „schönsten Orten in Italien“ Die mittelalterlichen Städtchen lassen sich am Besten zu Fuß erkunden. Mutige können in Geraci Siculo auf dem gläsernen Balkon Salto dei Ventimiglia über den Abgrund schweben. Ich könnte meine Höhenangst verfluchen, ich überlasse den Genuss den anderen.

Was für ein Fest für die Sinne sind diese langen Kurven mit dem tollen Panorama, die wir jetzt fahren. Nebenbei erhebt sich der verschneite Ätna zwischen den Hügeln, was für ein gigantischer Anblick!

In Nicosia, einen lebendigen Städtchen, lohnt sich ein Stopp in der Bar BARESSO – echter Geheimtipp, nicht auf Google zu finden. Zwischen Nonnen, einen Lotto-Shop trifft sich hier Jung und Alt auf einen Cafe oder Aperitif, oder kauft noch etwas Obst und Gemüse an der Straße vom Pick-up herunter.

Rein in die Bar und schon werden wir angequatscht. Wo wir herkommen, wo wir noch hinwollen und natürlich werden ihre Leckereien angepriesen. Hier gibt es gab es noch gute Tipps direkt von den Sizilianer. Wobei Taormina nicht so gut wegkommt, das wäre alles nur fake, sagte der Barkeeper lachend. In ein paar Tagen wissen wir es auch- lach.

Zurück an die Küste

Danach ging es über die SS 117, sie führt direkt am Castello und an der Kathedrale vorbei, mitten durch die Altstadt von Nicosia in Richtung Küste.

Über Mistretta welches auf 950m Höhe liegt, geht es weiter über Castel di Lucio nach Pettineo. Und wenn Google Maps uns auch Straßen die befahrbar vorgeschlagen hätte, wäre uns ein echtes Abenteuer entgangen. Als Straße konnte man das was wir da vorgefunden haben, nicht mehr bezeichnen. Als Belohnung haben wir einen tollen Ausblick auf die Küste bekommen.

weiter an der Küste entlang nach Spadafora

Wieder an der Küste besuchen wir den kleinen und beschauliche Ort Castel di Tusa. Wir finden einen schönen Kieselstrand mit Fischerbooten vor. Auch der Massentourismus Tourismus ist hier zum Glück noch nicht angekommen.

Die Attraktion ist ein etwas spezielles Hotel, das Ateliersulmare mit seinen individuell gestalteten Zimmer. Der Begründer dieses Kunsthotel hat auch die Kunstwerke der Fiumara d’arte ins Leben gerufen, beides wurde schnell international bekannt.

der Hafen von Castel di Tusa - auf unserer Sizilien Rundreise

An der Küste entlang geht es über Santo Stefano di Camastra, Zentrum der sizilianischen Keramikproduktion nach Caronia. Und immer kann man hier die bunten Kacheln an den Wänden bewundern.
Die Küstenstraße schlängelt sich nun am Berg entlang und ab und zu kommt bei uns das Gefühl auf, dass wir hier schon fast an einer Art Mini-Amalfi fahren. Die Orte Pirano, Gioiosa Maria und Patti hängen am Hang und blicken mit Stolz auf ihre wunderschöne Küste.. Und da wäre auch Oliveri, eine unbekannte Perle mit einem wunderschönen Sandstrand – mit direkten Blick auf die liparischen Inseln und den qualmenden Stromboli in 70 km Entfernung.

Der heutige Tag war ein Erlebnis, wir sind aber jetzt froh, dass wir unser Hotel Karma Resort in Spadufora erreicht haben. Meerblick, Promenade und Sandstrand – perfekt!

Tag 3 – von Spadufora der Küste entlang nach Catania

Capo di Milazzo

Nach einem italienischen Frühstück, serviert auf unseren Zimmer und einem Spaziergang auf der Promenade geht’s weiter auf die Landzunge über Milazzo zum Capo di Milazzo.
In der Oberstadt erblicken wir das große Kastell, auf der Ostseite der Hafen. Hie legen auch die Fähren in Richtung liparischen Inseln ab.
Über die Via Panoramaica, die aufgrund ihrer Aussicht ihren Namen mehr wie verdient hat, führt unsere Route zum Capo Milazzo.

Auf der landschaftlich schöne Stecke am Meer entlang erhascht man immer wieder einen Blick auf Stromboli und den litauischen Inseln die in der Ferne sich im Meer auftun.
Am Ende der Panoramica befindest sich ein Parkplatz. Von hier aus wollten wir die Höhlenkirche Santuario di Sant’Antonio di Capo Milazzo und besichtigen, und auch zu den Leuchtturm an der Spitze gehen. Nix wars – beide Wege sind gesperrt, dann halt nicht.
So geht es am Castello zurück und um dann den nördlichen Punkt Sizilien zu erobern.

Capo Pelero – Italien zum greifen nah

Die Fahrt zum Capo Peloro verläuft an der Küste entlang. Normalerweise. Wenn es da nicht Baustellen und Umleitungen geben würde. Die erste Umleitung ignorieren wir mal, wir wollen nicht über Messina fahren. Kurz nach Rodia war dann kein durchkommen mehr, jetzt wurden wir zwangsumgeleitet und wir freuen uns über die aussichtsreiche und kurvenreiche Straße.
Ihr könnt es euch vielleicht denken, es passiert was passieren muss.

Das Bergdorf Castanea delle Furie ist wunderschön. Und ist zu Fuß gut zu erkunden, allerdings mit dem Auto weniger.
Mama Mia. Warum man auf Sizilien den kleinsten Mietwagen nehmen sollte? Jetzt wissen wir es. Hier waren die Straßen so eng, dass wir selbst mit dem wendigen Panda nicht auf einmal herum gekommen sind. Das war wieder ein Abenteuer!

Endlich haben wir das Capo Peloro – auch Punta del Faro genannt, erreicht, welches sich am Ende einer sandigen Landzunge an der äußerste Nordspitze Siziliens befindet. Am Capo Peloro mit seinem alten, unter Denkmalschutz stehenden rot-weißen Strommasten und einem schwarz-weißer Leuchtturm, ist Italien ist zum Greifen nahe. Die Straße von Messina ist an der engsten Stelle nur 3km breit – und genau hier befindet sich der Punkt, der dem Festland am nächsten ist.
Doch der Schein trügt, die Strömung ist hier nicht ohne, genauso wie der Wind und aus diesen Grund wird auch keine Brücke gebaut werden können.

dem Festland ganz nahe sind wir während unsere Sizilien Rundreise am Capo Peloro

Der Küste entlang nach Catania

Nachdem wir heute ein strammes Programm haben, lassen wir Messina links, genauer gesagt rechts, liegen. Wobei es schon juckt als wir die am Hafen stehende imposante goldene Madonna schon weitem entgegen leuchtet und wir an den Kirchen und Palazzos vorbeikommen. Man kann halt nicht alles sehen.

Die Strecke nach Taormina windest sich über dem Meer von Klippe zu Klippe, landschaftlich ein Erlebnis mit schönen Orten, nur man kommt nicht vorwärts. Auch die weitere Strecke nach Catania führt vorbei an Stränden, durch viele Orte und zieht sich, so dass wir erst gegen Abend in Catania erschöpft im Hotel angekommen sind.

Tag 4 – Taormina und Catania

Taomirna

Am Tag 4 unserer Sizilien Rundreise geht heute nach Taormina. Auf dem Weg haben wir das Glück den Ätna mit einer Rauchwolke zu sehen. Er hat sich doch erlaubt, vor ein paar Tagen das spuken anzufangen ohne uns darüber zu unterrichten.

An der Abzweigung am Capo Taormina schlängelst sich die Straße über die Serpentinen hoch zur Stadt. Alleine wegen dem tollen Blick auf die Isola Bella lohnt es sich die Strecke.

Direkt an der Seilbahn rausgekommen, gibt es ein kleines Parkhaus. Perfekt. Von hier aus laufen wir in ein paar Minuten den Berg hoch. Was hat der Barkeeper aus Nicosia über Taormina gesagt? Fake – Taormina ist ein schönen Städtchen, klar, es ist sehr liebevoll auf Tourismus getrimmt. Selbst jetzt ist doch einiges los. Gesehen haben sollte man es schon. Wobei, ich persönlich finde es überbewertet.

Nachdem wir Taormina erkundet haben, mussten wir unbedingt noch ein Stück weiter in Richtung Castelmola den Berg hoch. Und wieder haben wir neben der kurvigen Anfahrt ein schönes Fleckchen Sizilien entdeckt. Der Blick vom Castello di Mola auf die Küste und auf das Theater in Taormina, alles in Form von Spielzeughäusern, raubt einem den Atem.
Stehen wir eigentlich auf Wolkenhöhe? Liebe Wolken, verzieht euch bitte, wir würden so gerne auch noch den Ätna sehen.

Sizilien Rundreise Blick auf das Teatro in Taormina

Wieder Unten angekommen sind, haben wir uns für eine Pause am Strand von Naxos entschieden. Für wen stehen eigentlich hier die Liegen im Februar? Vermutlich für Touristen aus dem hohen Norden, allen anderen ist es doch zu kalt.
Wir genehmigen uns einen Aperol Spritz und ein Panini in der Strandbar und lassen uns die Sonne auf den Kopf scheinen. Den Wind ignorieren wir einfach.

Catania am Abend

Unser Zeitplan ist einfach zu straff, deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als Catania auf den Abend zu legen und auch dort zu essen.
Der Küste entlang sind wir bis zu den „Toren des Zentrums“ gefahren, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nur wenige Gehminuten zur Kathedrale haben wir einen Parkplatz auf dem gebührenpflichtigen „Parking Borsellino“ ergattert. Glück gehabt, unsere kleine Innenstadttour am Abend kann losgehen.
Wir schlendern durch die breite Einkaufs- und Flaniermeile, bestaunen das historische Amphitheater und stoßen auf den Parco Maestranze. Von hier aus hat man einen schöne Ausblick auf die Villa Bellini. Tagsüber kann man den Ätna bestaunen.

Catina am Abend konnten wir auf unsre Sizilien Rundreise erleben

Nach einem Tag mit vielen Eindrücken gönnen wir uns etwas leckeres zu Essen. Und entdecken die Pizzeria Deposito Bagagl, in der Nähe der Kathedrale. Noch ist es dort leer, wie für Deutsche üblich, sind wir zu früh dran, um 19:30Uhr geht kein Sizilianer essen. Inmitten von vielen Koffern die als Dekoration in diesen alten Gebäude dienen, fühlen wir uns richtig wohl. Das Konzept der Gepäckaufbewahrung mit alten Koffern von Adligen, handbemalte Wände und Tische, und mit Stoffen von italienischen Designer zu arbeiten, ist genial. Hier ist schon das Ambiente wert, reinzugehen. Ist eine coole Location!

Das ist nicht der einzige Grund hier zu essen – es gibt eine gute Auswahl von Pizzen, rote, weiße und Gourmet-Pizzen ab 7€; und natürlich vieles mehr. Nur der Salat war heute aus.
Und wir haben selten so gute Pizzen gegessen. Wenn ich an meine wagenradgroße weiße Pizza denke, läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen. Schade dass es zu weit weg, dass könnte eine meiner Lieblingspizzerien werden.

Tag 5 – einmal um den Ätna

Einmal um den Ätna

So war der Plan.. Ob sich die Wolken heute verziehen? Der Wetterfrosch hat es doch versprochen. Wir werden sehen.

Wir starten in Fiumefreddo di Sicilia, dann geht es weiter über Linguaglossa nach Randazzo. Die Fahrt geht durch die abgekühlte Lava, ab und zu kann man den Ätna erahnen. Auf der anderen Seite blickt man in die Weite des Tals. Irgendwie fühlt man sich inmitten des schwarzen Lavagesteins wie auf einen anderen Planeten, einfach gespenstisch.

Lava Felder während unserer Sizilien Rundreise

Wieder in der Zivilisation angekommen, steuern wir eine Bar in Randazzo an, so eine Bar ist immer einen Stopp wert.

Weiter geht es über Maletto und Maniace zum Castello Nelson di Bronte. Admiral Nelson bekam das Anwesen geschenkt und konnte es leider nie bewohnen. Er fiel vorher in Trafalgar. So ist das Leben. Und was lernen wir daraus? Genieße jeden Tag.

Wer braucht schon Dubai-Schokoladen wenn man alles andere mit Pistazien haben kann. Pistazien gibt es auf Sizilien in vielen Gerichten – ob als Pesto, in Pasta, auf der Pizza oder einfach im Hörnchen. einfach nur lecker.
Und wo genau kommen die her? Aus Bronto.
Kennst du das Zentrum für Pistazien auf Sizilien? Nein? Kannten wir auch nicht.
Bronto liegt am Abhang des Ätna und ist der Ausgangspunkt für den Parco dell‘ Etna. Und dieses fruchtbare Tal bietet die günstigen Bedingungen für die lecken grünen Pistazien – oder wie sie auch genannt werden, die grünen Diamanten – und man sollte sie natürlich hier auch kaufen!

Nachdem wir Bronto wieder verlassen haben, führt uns die Route über Santa Maria di Licodia, Nicolosi, Trecastagni nach Zafferana Etnea hoch zum Äthna. Jetzt gehts los – rauf auf den Ätna. Skifahren! Ne, war Spaß, das machen wir nicht, wie überlassen es dir.

Rauf auf den Ätna

Die Strecke führt kurvenreich durch den Schnee auf knapp 2000m zum Rifugio Sapienza. Hier ist auch die Station der Seilbahn auf den Ätna „Funivia dell’Etna„. Für die sind wir leider zu spät dran. Hier ist es saukalt, etwas über null Grad. So bleiben wir inmitten des Schnee und beobachten die frierenden Touristen mit dem Quad oder Plastikschlitten.

Sizilien Rundreise - der schneebedeckte Äthna

Zurück geht es über die andere Seite wieder ins Tal.

Auf dem Weg ins Hotel liegt die 12km lange Riviera Dei Ciclopi.
Schon von weitem ist die Festungsruine von Aci Castello zu sehen. Weiter geht es nach Aci Trezza, einen schönen Örtchen mit vielen Restaurants am Hafen und einen herrlichen Blick auf die Isole di Ciclopi. Die Skyline der Lavafelsen im Sonnenuntergang gehört zu den schönsten Italiens.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir Capo Mulini mit dem Naturhafen aus schwarzen Lavagestein und vielen Restaurants. Eines davon liegt direkt unterhalb des alten Leuchtturms, dieser leuchtet uns schon entgegen. das ist wohl eine super Lage.

Tag 6 – im Regen nach Palermo

So langsam neigt sich unsere Rundreise auf Sizilien dem Ende zu. Nachdem übermorgen in aller Herrgottsfrüh unser Flieger von Palermo abfliegt, machen wir uns heute auf den Weg in Richtung Norden.
Es geht knapp 3 Stunden über die Autobahn durch hügeliges Bergland – und Niemandsland, manchmal erinnert es mich an die Toskana. Die sizilianischen Autobahnen bestehen gefüllt nur aus Brücken, so wie auch diese hier.

Nur wo gibt es hier Raststätten? Nirgends. Ist hier das Motto „keine Maut – keine Raststätten“? Ich muss mal. Also runter von der Autobahn nach Villarossa, einem typisch sizilianischen Städtchen in den Hügeln. Zum Glück kann man sich immer darauf verlassen, dass bei der Kirche eine Bar ist. Nur mit der Verständigung ist das Lustig, geht nur auf Italienisch.

An der Küste

Das letzte Stück fahren wir an der Küste entlang, wir wollen auch hier etwas sehen.
Nicht weit von Palermo liegt Aspra. Aspra erinnert mich an eine alte Postkarte – alte Häuser, bunte Fischerboote in der Bucht, schroffe Felsen und eine schöne Promenade. In dem kleinen Fischerdorf mit seinem bunten Fischerbooten tummeln sich einige Touristen, vermutlich ist es im Sommer voll, auch wegen des Sandstrands.

Die Höhlenkirche – ein Geheimtipp

Palermo lassen wir erst einmal links liegen und fahren am Hafen entlang auf den Monte Pellegrini. Den „Hausberg“ von Palermo sieht man von der Ferne. Neben der atemberaubenden Aussicht auf Palermo ist das eigentliche Highlight eine Wallfahrtskirche. Die Höhlenkirche“ Santuario di Santa Rosalia“ war ursprünglich eine Höhle. Im 17. Jahrhundert wurde dann eine Kapelle vorgebaut. Im Inneren befindet sich ein Schrein mit der liegenden Gestalt der hl. Rosalia, der Schutzpatronin Palermos.
Wir haben schon einige Kirchen gesehen, diese ist einzigartig und eine der Highlights unserer Sizilien Rundreise. Ein Muss!

Von dort aus gehts zu einem etwas höher gelegenen Aussichtspunkt. Von hier aus hat man einen guten Blick auf Palermo und auch in den Westen. Uns wurde auch ein Regenbogen geschenkt! Regen kann auch schön sein.

Es regnet, und regnet. Also ab ins Hotel und abwarten. Am Abend soll es besser werden. Bis jetzt sind wir vor dem Regen verschont geblieben, also beschweren wir uns nicht.

Palermo am Abend

Am Abend mussen wir natürlich in die Innenstadt. Vorbei am Teatro Politeama, weiter zum Teatro Massimo. Das Teatro Massimo ist neben der Kathedrale eines der beeindruckendsten Gebäude in Palermo. Am Abend wird es bunt beleuchtet und der großen Platz mit den Palmen und den zwei wunderschönen alten Kiosken hat eine wunderbare Atmosphäre.

Weiter geht es durch die Flaniermeile Palermos, vorbei an vielen Läden und Bars. Naja, irgendwann kommen wir da nicht mehr vorbei.
Zum Essen ist es zu früh, ein Limoncello Spritz geht immer! Also ab in die nächste Bar „La Taverneria„. Hier sitzt man mitten in der Fußgängerzone und ein Spritz geht ja immer – wobei das Essen hier auch sehr lecker ausgesehen hat.

Es regnet ja immer wieder einmal für ein paar Minuten, nicht stark und immer kurz. Bis jetzt. Der Regenschirm schafft es nicht mehr. Also suchen wir die nächste Möglichkeit um einkehren. Jetzt ist auch Essenszeit. Im ersten Moment haben wir gedacht, oh je, wo sind wir hier rausgekommen. Nach wir im „Tina Pica Bistrot“ sehr herzlich bedient und beraten worden sind und jetzt das Essen überzeugt hat, wussten wir, das Schicksal hat es gut mit uns gemeint. Die Pasta mit Pistazien war ein Traum und auch das Zitronenschnitzel ist sehr zu empfehlen!

Tag 7 – Palermo

Heute bricht leider unser letzter Tag an. Hallo Wetterfrosch -wie wird das Wetter heute? Der Regen hat sich glücklicherweise wieder verzogen. Ab und zu schafft es die Sonne durch die Wolken, nur etwas windig ist es.

Auf unseren Plan stehen die Kathedrale, Märkte und ein wenig durch die Altstadt bummeln. Das ist alles zu Fuß machbar.
Wenn da nicht ein Gutschein von Bookig wäre, 30€ für Attraktionen. Da lösen wir den doch ein und gönnen uns den Sightseeing Bus. 10€ aufzahlen ist ok.
Zum Glück haben wir gestern Abend schon die Haltestelle an der Hinterseite des Teatro Politeana, entdeckt. Von hier aus starten beide Routen, die rote Linie für die östliche Altstadt, die blaue auf der Westseite. Es kann los gehen!

Hop-on-Hop Palermo – die rote Linie

Der Bus ist fast leer, oben sitzen noch 2 Pärchen weiter hinten, da wäre es mir zu kalt. In der ersten Reihe sind wir etwas vom Wind geschützt.
Wir starten mit den Kopfhörer im Ohr vorbei an den ersten Palazzo, in Richtung Hafen. Wir sind gespannt.

Und es geht schon los, am Piazza Marina entdecken wir einen Trödelmarkt und keine Haltestelle in der Nähe. Es ist besser so, wir können eh nichts mitnehmen.
Durch die alten Stadttore Porta Felice geht es vorbei am Palchetto Della Musica, Parco Tomasi und dem Palazzo Forcella de Seta in die Via Lincoln.
Linkerhand ist der wunderschöne botanische Garten mit einigen interessanten Gebäuden. Kommt unbedingt auf unsere Bucket List.

Erster Haltepunkt ist der Hauptbahnhof „Stazione Centrale Ferroviaria„, ein imposantes Gebäude. Hier steigen wir aus um auf den Ballaro Market zu gehen.
Dort angekommen, kommen wir aus den Staunen nicht mehr raus. Der Ballaro Market ist eine Mischung aus herrlich dufteten Streetfood – ja ok, ab und zu riecht es auch mal nach Fett vom frittieren – und alles was man zum zum tagtäglichen Leben so braucht. Es gibt Fisch in allen Varianten, Obst, Gemüse, Keramik und noch vieles mehr.

Viele kommen hier zum Essen her – und hier muss man ja auch etwas Essen, es läuft einen ja auch das Wasser im Munde zusammen!

Palermo zu Fuß

Und das nächste Highlight Palermos kommt prompt. Die Kathedrale von Palermo ist ein grandioses Bauwerk, eine Mischung des arabischen, normannischen und byzantinischen Stils und dadurch hochinteressant. Wusstest Du, dass die Gräber unserer Stauferkaiser Heinrich VI und Friedrich II sich in der Kathedrale befinden? Wir nicht.

Auf dem Weg zum nächsten Markt, den entdeckten wir noch interessante Street-Art, sehr schöne Gemälde oder Graffiti auf den Hauswänden – und wir sind nicht in Kansa, dem Künstlerviertel sonder nur mittendrin in der Altstadt.

Der Mercato del Capo ist genauso farbenfroh wie der Ballero und etwas ruhiger. Und du findest auch alles. Er macht auf den ersten Blick den Eindruck, dass er mehr auf Touristen ausgelegt ist. Es ist etwas strukturierter und wirkt ordentlich.
Direkt vor dem Markt ist die Haltestelle unseres Sightseeingbus, die blaue Linie. Was für ein Glück haben wir denn, er fährt gerade vor. Nachdem wir mit der roten Linie noch nicht fertig waren, sind wir an der Endhaltestelle wieder in diese eingestiegen und es ging von vorne los, diesmal mit etwas mehr Sonne.

Den ersten Teil bis zum Centrale kenn wir ja schon. Dann ging es weiter in die Corso Tukory, und der Bus fährt hier tatsächlich am Ballaro Market vorbei. Wo sind wir den dann rumgeirrt? Das nächste Mal wissen wir es.
Am Palazzo Reale ist der nächste Haltepunkt, der muss auch auf die Bucket List.
Wir bleiben mal sitzen, wer weiß was noch kommt. In dieser Ecke gibt es noch einiges zu erkunden.

Wieder am Mercato del Capo und den Opernhaus vorbei, waren wir schon wieder an der Endhaltestelle. Und wechseln in die blaue Linie.

Hop-on-Hop Palermo – die blaue Linie

Auf der blauen Linie gibt es weniger zu sehen. Sie fährt zum Parco Piersanti Mattarella, Villa Malfitano Palazzo della Zisa und ab dem Mercato del Capo ist sie identisch zur roten Linie. Wir haben jetzt den Überblick.

Jetzt Füße hochlegen im Hotel, knappe 10km zu Fuß, trotz Bus.

Der letzte Abend unserer Sizilien Rundreise

Am Abend stellt sich wieder die Frage, wohin zum Essen. Die Auswahl ist einfach zu groß. Da wir morgen früh zeitig zum Flieger müssen, haben wir uns für eine nahegelegene Location entschieden. Nihat wünscht sich Pizza.
Im la Brace gibt es Pizza, und Hähnchen und alles was dein Herz begehrt. Normalerweise meiden wir Lokale die alles anbieten. Nur da la Brace bringt alles gut und frisch auf den Tisch.

Hier geht es zu wie am Bahnhof. Die brächten eigentlich eine Drive-in Gasse für Vespas.
Ich habe keine Ahnung wieviel hier zum Abholen und Liefern bestellt wird, gefühlt hauen die 100 Gerichte in der Stunde raus, wenn es reicht. Kein Wunder, es ist lecker und sehr günstig. Nur den Wein sollte man meiden, der entspricht nicht unseren Geschmack, dafür gibt es das 0,6l Peroni für 3€. Und eine Flasche Bier reicht am Nachbartisch für 3, also ein Kölsch für jeden. Für uns Franken unbegreiflich.

Ich bestelle wieder etwas mit Pistazien, nachdem die Pasta gestern so köstlich war, ist heute eine Pizza an der Reihe. An so eine Pizza mit Pistazien, an die könnte ich mich gewönnen. Wo gibt es die zu Hause?

Tag 8 – Abreise

Time to say goodby, oder wer hat an der Uhr gedreht, wir müssen uns verabschieden.
So tuckeln wir mit unseren Fiat Panda wieder zum Flughafen. Um kurz nach 6 Uhr ist es noch ruhig auf den Straßen. Tanken müssen wir noch. Je mehr man sich den Flughafen nähert, desto weniger Tankstellen gibt es, zumindest auf der Strecke, Also eine Abfahrt weiter, hier ist eine, mit Tankautomat.
Wir sind gut in der Zeit, eine halbe Stunde Fahrt mit Tanken, Mietwagen abgeben, so reicht die Zeit noch für einen Cafe und ein Cornetto.

Und so winken wir Sizilien noch einmal von Flieger aus zu und können abschließend sagen, dass es eine gelungen Rundreise war.

Fazit

Sizilien ist wunderschön. Gerade der Norden hat es uns angetan. 1 Woche war für unseren Trip viel zu kurz, wir hätten 2 Wochen benötigt. Wir haben dafür viel gesehen und erlebt.

Das heißt aber auch, wer verspricht dass man mit einer Woche Rundreise alles auf Sizilien sieht, der weiß anscheinen nicht, was es alles sehen kann – oder macht falsche Versprechungen.

Unser Reisewetter – wir waren mehr als positiv überrascht
Sizilien im Februar – manch einer war skeptisch. Wir hatten mit dem Wetter Glück, ein Tag Regen, damit hatten wir gerechnet.

Was hat uns am Besten gefallen? Ein Ranking ist hier echt schwer.
Uns hat die Nordküste sehr gut gefallen, der Osten ist auch schön, unser Herz hängt im Norden fest.
Ganz vorne dabei ist der Monte Pellegrino mit seiner Höhlenkirche.
Gefolgt von Cefalu, das schöne Städtchen gehört auf jede Bucket List.
Und Palermo ist eine lebendige und bunte Stadt, welche nach Wiederholung schreit.
Die Bergdörfer haben es uns auch angetan. Lag es wohl auch an den schöne kurvenreichen Strecken?
Der Ätna hat sich leider nicht allzuoft blicken lassen, Taormina ist natürlich ein Sehnsuchtsort, uns war er fast zu touristisch.

Was hat uns das gekostet? Für diese Reise haben wir zu zweit 1500€ benötigt.
Wir haben viel gesehen und erlebt, lecker gegessen und haben in schönen Hotels übernachtet. Was will man mehr?
Wir kommen wieder!

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